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Insektengiftallergiker durch Spezifische Immuntherapie schützen

Wespen und Bienen haben im Spätsommer und Frühherbst Hochsaison. Ein Stich von ihnen kann äußerst unangenehm sein, aber meistens führt ein Bienen- oder Wespenstich nur zu lokalen Rötungen und Schwellungen, die innerhalb kurzer Zeit wieder abklingen. Doch einige Menschen reagieren darauf innerhalb weniger Minuten mit einer schweren allergischen Reaktion: sie entwickeln Quaddeln und Schwellungen, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen.

Bienen- oder Wespenstiche können lebensbedrohliche allergische Reaktionen auslösen

Im schlimmsten Fall reagiert ein Gestochener so stark, dass er einen allergischen Schock mit Blutdruckabfall und Atemstillstand erleidet. Treten schwere allergische Symptome auf, muss ein Patient unverzüglich zum Arzt oder in die Klinik gebracht werden. „Für einen Insektengiftallergiker kann ein Stich lebensbedrohlich sein“, erklärt Dr. Sonja Guethoff, Medical Director von Bencard Allergie. „Jährlich sterben etwa 20 bis 25 Menschen an den Folgen eines Insektenstichs, die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher."

Nach einer schweren allergischen Reaktion kann jeder weitere Stich lebensgefährlich sein. Insektengiftallergiker sollten Wespen oder Bienen meiden und die Tiere nicht reizen beispielsweise durch hektische Bewegungen oder Anpusten. Außerdem sollten sie stets ein medizinisches Notfallset bei sich tragen.

Spezifische Immuntherapie kann Insektengiftallergiker wirksam schützen

Vor den gefährlichen Folgen eines Stichs können sich Insektengiftallergiker mit einer Spezifischen Immuntherapie schützen. Diese Immuntherapie beginnt in der Regel im Krankenhaus, der Patient bleibt einige Tage stationär und erhält die ersten Dosen injiziert. Ist die Höchstdosis erreicht, wird dem Patienten alle vier bis sechs Wochen eine Injektion beim niedergelassenen Allergologen gegeben.

Insgesamt dauert die Spezifische Immuntherapie drei, in seltenen Fällen auch fünf Jahre. Am Ende der Behandlung sind die meisten Patienten geschützt gegen das Insektengift. Einige wenige begleitet die Therapie auch lebenslang. „Für die meisten Insektengiftallergiker gilt, dass sie schon mit Erreichen der Höchstdosis einen guten Schutz aufgebaut haben. Wer jetzt mit der Behandlung beginnt, kann den nächsten Sommer daher bereits etwas gelassener genießen", so die Ärztin Dr. Guethoff.

Infobroschüren für Sie
Tipps für Bienen- & Wespengiftallergiker
  • Keine hektischen Bewegungen, wenn Wespen oder Bienen in der Nähe sind
  • Wespen und Bienen nicht wegpusten oder wegschlagen
  • Nicht aus offenen Dosen trinken, Gläser abdecken, Strohhalm nutzen
  • Im Sommer/Frühherbst auf den Verzehr von Süßem (Eis, Kuchen etc.) und Grillfleisch im Freien verzichten
  • Nicht ohne Schuhe durchs Gras gehen
  • Keine stark duftenden Parfums oder Haarsprays verwenden; duftneutrale Deos, Cremes und Sonnenlotionen nutzen
  • Im Sommer/Frühherbst Outdoor-Sport vermeiden, da Schweiß Wespen anlockt
  • Keine Blumen auf dem Balkon bzw. in Terrassen-Nähe pflanzen
  • Notfallset stets dabei haben (Verfallsdatum der enthaltenen Medikamente beachten)
Notfall: Anaphylaktischer Schock

Sollten Sie Anzeichen eines beginnenden allergischen Schocks verspüren oder bei einem Betroffenen kritische Symptome beobachten, muss sofort der Notarzt alarmiert (Notruf 112) werden.

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